Prognose bei Polycythaemia vera (PV)

Polycythaemia vera-Patienten können, sofern die Erkrankung frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird, eine nahezu normale Lebenserwartung haben.

Gute Prognose dank frühzeitiger Behandlung der Polycythaemia vera (PV)Bei einer Polycythaemia vera ist vor allem die Zahl der roten Blutkörperchen im Blut erhöht, wodurch das Blut zähflüssiger wird. Bleibt die Erkrankung unerkannt und damit unbehandelt, kann dies zu Komplikationen wie Thrombose, Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Diese können die Lebenserwartung deutlich verkürzen. Mit Behandlungsmaßnahmen wie regelmäßigen Aderlässen und mit Medikamenten lässt sich das Risiko solcher Ereignisse aber deutlich senken.

Lassen Sie sie sich durch die Angabe schlechter Prognosen bei Polycythaemia vera (z. B. im Internet) nicht verunsichern. Entsprechende Statistiken berücksichtigen häufig weder ein fortgeschrittenes Alter der Patienten und die damit zwangsläufig kürzere Lebenserwartung, noch die Tatsache, dass viele Patienten früher lange Zeit vermeintlich gesund mit der Erkrankung gelebt haben, ohne dass diese bemerkt wurde.

Komplikationen einer PV vermeiden

Mögliche Spätfolgen einer Polycythaemia vera

Manchmal kommt es infolge einer Polycythaemia vera zu einer sekundären Myelofibrose. Bei dieser Erkrankung verfasert das Knochenmark, was bedeutet, dass die blutbildenden Zellen schrittweise durch Bindegewebe ersetzt werden. Dadurch verliert das Knochenmark seine blutbildende Funktion und diese muss von der Milz (oder der Leber), übernommen werden. Das kann zu einer starken Vergrößerung dieser Organe und letztendlich zu einer Blutarmut führen.

Zudem kann die Polycythaemia vera in eine sogenannte akute myeloische Leukämie übergehen, bei der zu viele unreife weiße Blutzellen produziert werden. Solche Verläufe können mit einer rechtzeitigen und konsequent durchgeführten Behandlung hinausgezögert oder unter Umständen vermieden werden.

Stand: 2017

Quellen: 

[1] mpn-netzwerk e.V. Polycythaemia vera – Antworten auf häufig gestellte Fragen. Stand: Juni 2011 http://www.mpn-netzwerk.de/fileadmin/dokumente/PV_Broschuere.pdf (zuletzt besucht am 10.03.2017) [2] MLP Marschollek, Lautenschläger & Partner AG. Duale Reihe, Innere Medizin. Thieme Verlag. 2. Auflage 2009