Digitales Mikroskop

Zur Diagnose einer Polycythaemia vera (PV) wird häufig eine Knochenmarkpunktion durchgeführt. Im Labor wird dann gezielt nach typischen Veränderungen im Knochenmark gesucht.
Hier können Sie selbst einmal einen Blick durch das Mikroskop werfen. Um die einzelnen Zellen besser sichtbar zu machen, wurden die Knochenmarkproben mittels einer speziellen Technik angefärbt (Chloracetesterase­Färbung).
Sie sehen die lichtmikroskopischen Aufnahmen von gesundem Knochenmark und vom Knochenmark eines PV-Patienten und können jeweils eine zweite Vergößerungsstufe anwählen. Ziehen Sie die Objektträger einfach mit der Maus unter das Mikroskop.
1. gesundes Knochenmark 2. Knochenmark eines PV-Patienten

  • Zoom 1
  • Zoom 2
  • Beschreibung

    Die großen weißen Bereiche stellen Fettzellen dar.
    Blau erscheinen die sogenannten erythropoetischen Zellen. Das sind die Vorläuferzellen, aus denen sich später die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) entwickeln. Diese enthalten den roten Blutfarbstoff und sind für den Sauerstofftransport im Blut zuständig.
    Rot erscheinen die granulopoetischen Zellen. Das sind die Vorläuferzellen der Granulozyten, die zur Gruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören und Teil des menschlichen Abwehrsystems (Immunsystems) sind.
    Graubraun mit blauen Flecken im Inneren erscheinen die Knochenmarkriesenzellen oder Megakaryozyten. Megakaryozyten sind die Vorläuferzellen der Blutplättchen (Thrombozyten), die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen.

    Tipp: Mit Klick auf „Zoom 2“ können Sie sich einen Megakaryozyten aus gesundem Knochenmark im Detail ansehen.

    Was ist zu erkennen?

    Die erythropoetischen und granulopoetischen Zellen sowie die Megakaryozyten liegen in normaler Dichte und Verteilung vor. Außerdem weisen die Megakaryozyten eine normale mittlere Größe und Form auf.

    Stand: 2017

  • Beschreibung

    Der Megakaryozyt erscheint hier als graubrauner Kreis mit blauen Flecken im Inneren. Megakaryozyten sind die Vorläuferzellen der Blutplättchen (Thrombozyten), die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen.

    Was ist zu erkennen?

    Der Megakaryozyt weist eine normale mittlere Größe und Form auf. Der Zellkern (blau gefärbt) ist unregelmäßig gelappt.

    Übrigens: Aus einem Megakaryozyten gehen im Laufe seines Lebens mehrere tausend Blutplättchen hervor.

    Stand: 2017

  • Beschreibung

    Die großen weißen Bereiche stellen Fettzellen dar.
    Blau erscheinen die sogenannten erythropoetischen Zellen. Das sind die Vorläuferzellen, aus denen sich später die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) entwickeln. Diese enthalten den roten Blutfarbstoff und sind für den Sauerstofftransport im Blut zuständig.
    Rot erscheinen die granulopoetischen Zellen. Das sind die Vorläuferzellen der Granulozyten, die zur Gruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören und Teil des menschlichen Abwehrsystems (Immunsystems) sind.
    Rosa mit blauen Flecken im Inneren erscheinen die Megakaryozyten. Megakaryozyten sind die Vorläuferzellen der Blutplättchen (Thrombozyten), die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen.

    Tipp: Mit Klick auf „Zoom 2“ können Sie sich Megakaryozyten eines PV-Patienten im Detail ansehen.

    Was ist zu erkennen?

    Die erythropoetischen und granulopoetischen Zellen sowie die Megakaryozyten sind im Vergleich zum gesunden Knochenmark sehr stark vermehrt. Die Megakaryozyten sind darüber hinaus in ihrer Form sehr viel uneinheitlicher (pleomorph) als im gesunden Knochenmark und lagern sich in Gruppen zusammen.

    Stand: 2017

  • Beschreibung

    Die Megakaryozyten erscheinen rosa mit blauen Flecken im Inneren. Megakaryozyten sind die Vorläuferzellen der Blutplättchen (Thrombozyten), die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen.

    Was ist zu erkennen?

    Die Megakaryozyten haben sehr unterschiedliche Größen und Formen und sind gruppenweise zusammengelagert. Die Zellkerne (blau gefärbt) sind im Vergleich zum gesunden Knochenmark noch unregelmäßiger geformt.

    Stand: 2017

Quellen: 
* Die Aufnahmen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Prof. Dr. Hans Michael Kvasnicka, Dr. Senckenbergisches Instituts für Pathologie, Universitätsklinikum Frankfurt/Main
[1] Mikro-Forum, http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3785.0 (zuletzt besucht am 10.03.2017) [2] Thiele J, Kvasnicka H M. Polyglobulie versus Polycythämia vera, http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs002920050003 (zuletzt besucht am 10.03.2017)